Aikidō ist eine Form von Selbstverteidigung, die sanft und defensiv und der jeweiligen Situation angepasst dem Gegner nicht schaden soll und ihn zur Aufgabe seiner Absichten zwingt oder unter Kontrolle hält.

 

Es macht durch seine Bewegungsformen den Ausübenden geschmeidig und elastisch. Durch regelmäßiges Üben gelingt es, Verkrampfungen der Muskulatur zu lösen und die Psyche im Gleichgewicht zu halten.

 

Aikidō kennt keine Altersbegrenzungen. Auch Kinder, Mädchen wie Jungen, können bei uns Aikidō erlernen. Besonders für diese ist es eine gute Methode zur Verbesserung der Motorik.

 

Viele Bewegungsformen und schon Grundbewegungen können vielfach variiert werden, so dass es bei einem Angriff eine effektive Abwehr sein kann.

 

Im Aikidō wird dem Angreifer keine Kraft entgegengesetzt, sondern man versucht, durch geschickte Ausweichbewegungen den Gegner ins Leere laufen zu lassen, um ihn dann mittels einer Technik unter Kontrolle zu bringen bzw. abzuwehren.

 

Es gibt im Aikidō auch kurze, harte Abwehrtechniken, die zu Verletzungen führen und einen Angreifer kampfunfähig machen können, aber selbstverständlich nur bei eventueller Lebensgefahr angewendet werden dürfen.

 

Das Üben von Aikidō-Techniken erfolgt mit einem Partner oder einer Partnerin und wechselseitig ist jeder einmal der Angreifer oder Verteidiger.

 

Hauptbestandteile des Unterrichts sind vorbereitende Gymnastik, Bewegungsschule, Fallschule und die eigentlichen Aikidō-Techniken.

Entwicklung der Aikidō Abteilung

Die Geburtsstunde der Aikidō-Abteilung im TSV Eintracht Groß Grönau e.V. war im Herbst des Jahres 1973. Auf Initiative des verstorbenen Sportfreundes Peter Jessen fand überraschend anlässlich des traditionellen Pellkartoffel-Essens in der Gaststätte „Ellias“ eine Aikidō-Demonstration statt.

 

Eine kleine Gruppe Aikidōka, eine Frau und zwei Männer des Lübecker Judo-Clubs (LJC), legten eine  kleine Fläche mit Matten aus und führten dann Techniken aus dem Aikidō vor.

 

Das Aikidō war bis dahin im Verein noch recht unbekannt. Die geschmeidigen Wurf- und Hebeltechniken beeindruckten die Anwesenden und überzeugten den damaligen Vorstand dann auch, die Sparte „Aikidō“ ins Leben zu rufen, was dann offiziell in Frühjahr 1974 geschah.

 

Als Trainer konnte vom Lübecker Judo-Club (LJC) zunächst Claus Schudlig, 2. Dan-Aikidō, verpflichtet werden, der erst auch einmal die administrativen Arbeiten der Aikidō-Abteilung übernahm.

 

Das Training fand zuerst in der „Alten Schule“ in Groß Grönau statt, dafür war ein Klassenraum zur Verfügung gestellt worden. Nach den Sommerferien des Jahres 1974 begann dann Volker Hadenfeldt mit dem Aikidō-Training. Noch im selben Jahr wurde Volker Hadenfeldt zum Abteilungsleiter gewählt und hat dieses Amt noch heute inne. In den folgenden Jahren wechselten dann die Trainer. In Erinnerung sind Fritz Dargel, 1-Dan, Horst Hellmich, 1-Dan, und Ingrid Stockfisch, 2-Dan, alle vom LJC. Letztere verletzte sich bei einer Demonstration und musste 1980 ihr Amt als Trainerin abgeben. Auf ihre Empfehlung wurde dann Klaus Krüger, damals auch noch Mitglied des LJC, im August 1980 als Trainer verpflichtet. Im selben Jahr wechselte die Abteilung zur BGS-Schule in St.Hubertus und konnte dort in einem Raum für Selbstverteidungs-Training auf größerer Mattenfläche trainieren.

 

1988 war der Bau der „Grönau-Halle“ vollendet und auch die Aikidōka fanden dort ihre sportliche Heimat, nachdem eine größere Mattenfläche angeschafft worden war. Nach fast 20-jähriger Trainer-Tätigkeit übergab Klaus Krüger 1996 diese Aufgabe für kurze Zeit an seinen Sohn Martin.

 

Martin Krüger war bis dahin schon viele Jahre die Vertretung für seinen Vater. Da Martin Krüger bald darauf aber aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage war, das Training weiterhin zu leiten, übernahm Klaus Krüger wieder die Tätigkeit als Aikidō-Trainer.

 

In den vergangenen Jahren durchliefen viele Mitglieder die Aikidō-Abteilung; zur Zeit hat sie ungefähr 45 Mitglieder: Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

 

Die Aikidō-Abteilung hat in den Jahren viele Lehrgänge mit namhaften Meistern veranstaltet.

Die Größte Veranstaltung dabei war der mehrtägige Lehrgang mit dem Meister Kenji Shimizu Sensei, 8-Dan, aus Tokio, zu denen Aikidōka aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem Ausland den Weg nach Groß Grönau fanden.

 

Aikidōka des Vereins nahmen und nehmen an verschiedenen Fortbildungslehrgängen auf Landes- und Bundesebene teil. Es werden Kyū-Prüfungen und Gürtel-Prüfungen durchgeführt.

 

Aus der Aikidō-Abteilung sind auch einige Dan-Träger hervorgegangen: Uwe Schütte, Henning Giertz, Anika Peters, Klaus Reim, Burkhard Becker, Bernd Mielke. Die letztgenannten drei Dan-Träger sind noch immer aktive Mitglieder der Aikidō-Abteilung.

 

Die Aikidō-Abteilung ist Mitglied im Tendo Aikidō-Verband e.V. (TAV). www.tendo-aikido-verband.de